Wenn man will, kann man auch in zwei Stunden um die Welt reisen. 40’000 km sind das. Hab ich dieses Wochenende gemacht. Nämlich im Musuem Rietberg in Zürich. Ein wunderschönes, riesengrosses Völkerkundemusuem mit Ausstellungsstücken aus aller Welt.
Die Sonderausstellung „Sehnsucht Persien“ bringt dem Interessierten Kunst im persisch-europäischen Dialog (1590 – 1720) sowie Gegenwartskunst aus Teheran nahe. Vor allem beeindruckt war ich von der Klage-/Wunschmauer, die die israelische Klagemauer in Jerusalem und die Grenzmauer zum Gazastreifen verbindet sowie von den kunstvoll drapierten Haaren, die eigentlich die Läufe von Maschinengewehren verdecken. Leider weiss ich nicht mehr, welche Künstlerin das war, aber ich werde es posten, sobald ich die Info gefunden habe. Ich weiss eigentlich auch nicht mehr genau, welche Message die Künstlerin ausdrücken möchte, aber ich weiss, dass ich nur schon vom Anschauen der beiden Objekte extrem bewegt war.
Auch die Sammlung, die Ausstellungsstücke sämtlicher Herren Länder zeigte, hatte einige interessante Objekte zu bieten. Vor allem uralte Objekte. Einige davon tausende von Jahren alt und immer noch in einwandfreiem Zustand. Oder 500-jährige Zeichnungen und andere erstaunliche Sachen.
Zum Schmunzeln gebracht hat mich der süsse Hintern von Balakrishna aus Indien (Krishna als Kleinkind) und die erigierten Brüste von Rati, der Göttin der Leidenschaft und Liebe aus Bali, Indonesien.
Ein gut investierter Sonntagnachmittag, obwohl man in den Räumen des Museums nichts vom Sonnenschein mitgekriegt hat.



