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Transsibirische Eisenbahn – von Moskau nach Peking: In den Startlöchern

1 Jul
Moskau in Gold getaucht  - Sicht vom 19. Stock des Hotels.

Moskau in Gold getaucht – Sicht vom 19. Stock des Hotels.

Diesmal liegt ein etwas anderes Abenteuer vor mir: Als Reisebegleitung einer 10-köpfigen Seniorengruppe auf den Schienen der legendären trans-sibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking reisen. 10’000 km, durch drei Kulturen, vorbei an vielfältiger Landschaft.

Nachdem ich Moskau letztes Jahr im klirrenden Winterkleid kennenlernen durfte, zeigte sich die Stadt diesmal von einer sommerlicheren Seite. Um 22:00 Uhr war es noch immer leicht hell, ein Pulli und Halstuch reichte gerade so aus, mich einigermaßen warm zu halten. Farid holte mich ab, ein bisschen zu spät natürlich, erzählte mir ein paar lustige Geschichten und gab mir das Iphone, dass er mir für diese Reise besorgen sollte. Im Hotel schaute ich die Verpackung genauer an. Iphone schwarz, 16 GB steht da drauf. Das Iphone ist weiss. Pennys Iphone sei das, kann ich da in den Einstellungen lesen. Und eingestellt ist Amerikanische Zeitzone. Ob das wohl mit rechten Dingen in den Laden nach Russland gekommen ist, in dem es Farid gekauft hat? Ich bezweifle es. Aber naja, ich hab ein Iphone mit russischer Nummer und durchgehend Internet, was mein süchtiges Netz-Herz höher schlagen lässt. …. hab ich grad durchgehend gesagt? Sitz grad im Funkloch im Zug, der sich durch tiefgrüne Wälder schlängelt…. Tannenwälder und Birken, soweit das Auge reicht. Ich liebe Birken.

Bei Ankunft im Hotel eröffnet sich mir statt einer schönen urbanen Stadtsicht eine kilometerlange 24-h-Baustelle, die sich nicht um das Bedürfnis nach Nachtruhe der Hotelgäste kümmert. Dazu surrt der Kühlschrank laut, den ich wegen dem darin gebunkerten Schokoberg leider nicht ausstecken kann. Nach 4 Stunden unruhigem Schlaf wieder hellwach, im Glauben, dass ich verschlafen hab. Es ist 4:30, draussen taghell. Willkommen im hohen Norden. Schlaf war nicht mehr möglich. Gerädert stehe ich am Morgen an der Rezeption, leicht nervös, auf meine Gruppe wartend, die ich nur über E-Mail-Korrespondenz kenne.

Alles lustige, nette, freundliche und Reise erprobte Senioren um die 70. Es sieht so aus, als ob mir angenehme 18 Tage bevorstehen werden……