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Gedankenreisen

24 Nov

Frei wie der Wind
Des Windes Kind
Gefangen in einem Raum
Ein Entrinnen gibt es kaum.

Durch das Schlüsselloch dringt Licht
Bin ganz erpicht
Zu Verschwinden, woanders zu Kreisen
Bin kurz weg – auf Gedankenreisen.

Vergangen

10 Nov

Habe dieses Gedicht kürzlich geschrieben. Nicht weil ich aktuell unter Liebeskummer leide. Aber die Worte fliessen dann, wenn sie fliessen wollen. Da hab ich nicht so einen Einfluss drauf.

Hier nun Teil eins. Im zweiten Teil (der vielleicht irgendwann auch aus meiner Feder fliesst), wird es darum gehen, wie aus verbrannter Erde wieder ein schönstes Paradies entstehen kann. Also eigentlich ein positives Gedicht.

Ein Stich im Herzen
die Seele in Schmerzen
Das Glück vergangen, zerschlagen, geschunden
Was begonnen zerronnen, weit weg verschwunden.

Stillstand Stillstand – ein Kreis ohne Ende
Ein Kampf durch raues schneidendes Gelände
Verschwitzt und gehetzt
Die Liebe in Stücke zerfetzt.

Am Boden zerschellt liegt die Welt
in Scherben, zerbrochen, zersplittert
Wie ein Baum vom Blitz getroffen
verkohlt und verwittert.

Bild

Vergänglichkeit…

3 Nov

let me be me

Ich möchte sein wie der Wind, so wild und frei.
Ich möchte sein wie ein Sonnenstrahl, so goldig und warm.
Ich möchte sein wie ein Schmetterling, so fröhlich und leicht.
Ich möchte sein wie ein Kind, so unschuldig und rein.
Ich möchte sein wie der Morgentau, so frisch und klar.
Ein Lächeln erhellt mein Gesicht, Freude, Liebe, Freundschaft.
So viel Gutes.
Und doch bin ich wie ein Vogel im Käfig.
Sehe die Schönheit, die wunderbare Welt.
Möchte mich von Glück erfüllen lassen.
Alles erscheint so nah, so erreichbar, und doch so fern.
Ich fühle es kurz und schon zerrinnt es es wieder, wie Sand zwischen den Fingern, so vergänglich…
Und wieder schaue ich von fern, sehe all die Farben leuchten,
fern, nah, manchmal bin ich mittendrin.
Weshalb kann es nicht dauern?

(hab ich schon vor fünf Jahren geschrieben, aber irgendwie passt es grad zu heute…)

Poem – Inner Journey

7 Nov

I wrote this poem last year, when I was sufferin a bit of a broken heart and thus feeling melancholic… German version below…

Inner Journey

My soul wanders along a winding trail
It’s destination unknown, hidden behind a misty veil
At times, the path is dipped in rays of sun, promising joyful delight,
Thereupon it’s dark and rocky, black, forever night.
My soul, however, carries on steadily, one step at a time
Over rough and smooth, following a silent chime.

To follow this soft melody, to nurture this songs seed
Is my souls quest, wherever the journey might lead.

Innere Reise

Die Seele wandert entlang gewundener Pfade
Das Ziel im Nebel, unbekannt und vage
Bald leuchted der Weg, ist und bunt und Freude versprechend
Alsdann ist er dunkel, voll Steine, schwarz und brechend
Doch tragen sie die Füsse sicher immer weiter
Bringt die Seele voran wie ein starkes Pferd seinen hehren Reiter
So fühl ich in meinem Leben die innere Reise
Lass mich leiten durch Höhen und Tiefen, ob laut oder leise

Die Reise ist hier in mir
Aber auch Aussen und draussen
Sie wird klein, dehnt sich aus, schwebt und fliegt,
Die Reise, wohin sie auch führt, ist meiner Seele lautes Lied.

(May 2011)

Poem – Lake of Zurich

7 Nov

I wrote this poem when I was sitting at the lake of Zurich on a beautiful warm sunny day. I had an afternoon off and enjoyed the freedom of just strolling around wherever I felt I could experience some nice quiet moments in the middle of town. (German version below)

Lake of Zurich

How splendid the water sparkles, aflame with golden light,
Gleams and glistens, enchanting the dazzling sight,
As i sit there on a rock, calmness and peace unfold.
I think about the lakes stories, the thousands of words untold.
A swan, undisturbed by my thoughts, ruffles it’s snowwhite dress
All the problems in the world, it couldn’t care less.
I look around, all is far away it seems
It is almost as if i’m lost in dreams
And then, I hear the murmur and laughing, peoples voice,
Reality claims my attention back, i have no choice.
Awake and alert i observe the magical water, the deep blue,
It whispers: keep on believing in yourself, as your heart is true!

Zürisee

Wie prächtig der See leuchtet im goldenen Sonnenlicht
Glitzert und glänzt, mit seiner Bläue besticht
Lässt mich ruhig und friedlich fühlen
Meine Augen verweilen, will mich nicht rühren
Ein weisser Schwan putzt in aller Ruhe sein Gefieder
Geniesst der Wellen säuselnde Lieder
So schweift mein Blick umher – auf das Wasser, die Steine und Bäume
Es ist, als sei ich versunken in ferne Träume
Um mich herum hör ich die Leute murmeln und lachen
Es lässt mich plötzlich aus meiner Versunkenheit erwachen
So betrachte ich das magische Wasser mit aufmerksamen Augen
Und siehe da – es zwinkert mir zu und sagt: Hör nicht auf an deine Träume zu glauben

(September 2011)