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Wie wir 210 Jahre alt werden können…

14 Apr

Kürzlich habe ich mich mit einer Freundin über die Lebenserwartung von Schwänen unterhalten, als wir nämlich an einem sonnigen Mittag am See sassen, Eis assen und besagten Schwänen beim turteln zuschauten.

Anscheinend kann ein Schwan etwa 30 – 50 Jahre alt werden (sagt Onkel Google).

Über die Schwäne kamen wir dann irgendwie auf den Ara zu sprechen. Der Ara. DER Papagei überhaupt. Laut, intelligent und schön. In freier Wildbahn wird der Ara „nur“ etwa 25 Jahre alt. In Gefangenschaft jedoch – und jetzt wird es spannend – bis zu 90 Jahre (vorausgesetzt, er wird artgerecht gehalten). Da mag sich einer wohl gut überlegen, ob er sich vom Papagei ÜBER-leben lassen will.

Wie auch immer:

Uns kam dann so der Gedanke, dass – wenn ein Ara in Gefangenschaft dreimal länger lebt als in freier Wildbahn – ein Mensch auch dreimal länger leben könnte, wenn er artgerecht in Gefangenschaft gehalten würde. Das heisst, wir könnten gut und gerne locker um die 210 Jahre alt werden. Mit einer so einfachen und simplen Methode. Wie sagt man so schön: Weniger ist mehr und simplify your life!

Stelle sich einer das mal vor.

Nebenbei würde natürlich die Kosmetikbranche Freude haben (die Haut mit 210 Jahren braucht bestimmt viel Pflege). Die Pharmabranche auch (ein alter Körper hat wohl immer mal wieder kleinere Zwickereien).

Mein Bleistift übrigens ebenfalls. Er hat sich nämlich  gleich dazu inspiriert gefühlt, mit der Führung meiner Hand eine kleine Zeichnung zu kreieren. Montagsmalerei.

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Wie mir das Glück vor die Füsse fiel…

30 Mär

Im heutigen Beitrag möchte ich kurz über das Glück sprechen. Eine Erkenntnis teilen, die ich heute hatte. Ich muss aber zuerst ein bisschen ausholen, bevor ich auf das eigentliche Thema zu sprechen komme. Inspiriert dazu hat mich – ganz simpel – die Sonne.

Der Frühling hat sich bis anhin von seiner allerbesten Seite gezeigt. Es ist unglaublich, was ein bisschen Sonne ausrichten kann. Sind an kalten und garstigen Tagen die Schweizer Strassen und Parks wie leergefegt – und man fragt sich, wo denn die über 7 Millionen Einwohner geblieben sind – strömt bei Wärme und Sonnenschein nach Draussen, wer kann.

Heute ist der erste Tag der Sommerzeit. Sonnig. Dazu ein Sonntag. Was für ein wunderbares Gefühl, dass die Dämmerung erst so kurz vor 20:00 Uhr beginnt.

Der heutige Tag begann damit, dass ich morgens erst einmal auf Entdeckungstour ging. Joggen wollte ich im nahen Wald, in dem ich noch nie war. Die Stimmung war so unglaublich friedlich, das Licht der Sonne erhellte das zarte Grün der spriessenden Knospen und erleuchtete die farbigen Blüten ringsum. Die Strahlen haben bereits eine solche Kraft, dass sie angenehm warm auf die Haut scheinen. Ich könnte mich stundenlang einer solchen Sonne hingeben.

Die Stimmung war perfekt, vielen Gedanken nachzuhängen und mir viele Fragen zu stellen. Fragen zu mir, zu meinen Wünschen, Zielen und Problemen. Ich möchte hier nicht weiter darauf eingehen, als dass mir diese morgendliche Runde Joggen viele Antworten und Einsichten gebracht hat.

Gutgelaunt lief ich am Ende der Runde durch die Schrebergärten. Ein alter Mann kam mir zu Fuss entgegen, ein schnittiges Fahrrad schiebend. Er lächelte mich an und fragte: „Kommen Sie gerade vom Joggen?“. „Ja“ hab ich geantwortet, ich sei das erste Mal hier und war auf der Suche nach dem Vitaparcours. Da lachte er und meinte, den sei er schon im Jahr 1972 gerannt, als er neu erstellt wurde und erzählte mir über seine sportlichen Aktivitäten in jungen Jahren.

Solche kurzen, spontanen Begegnungen, wo es einfach darum geht, ein Lachen und ein paar freundliche Worte auszutauschen und dann weiter seinen Weg zu gehen, empfinde ich als extrem befriedigend und macht mich für den Moment einfach glücklich. Es gibt Kraft und Energie und ein gutes Gefühl.

Ich ging danach mit ein paar Freundinnen ins Kino. „I wanna Surf“. Ein Schweizer Surffilm. Hat einerseits Spass gemacht, andererseits haben die Aussagen der darin vorkommenden Schweizer Surfer mein eigenes Dilemma so total auf den Punkt gebracht, dass ich mit einem Lächeln aus dem Kino raus bin. Voll ins Schwarze getroffen. Zwar keine Lösung für einige meiner Probleme, jedoch eine wertvolle Erkenntnis und das Wissen, dass so viele andere genau gleich empfinden.

Den Rest des Tages habe ich dem guten Essen, dem Lesen und der Sonne gewidmet. Einfach geniessen und sein.

Nun komme ich zum Thema:

Viele suchen nach dem grossen Glück. Was ist das eigentlich, das grosse Glück? Glück ist für jeden anderes, es ist ein subjektives Empfinden, ein Gefühl, das man selber hat. Meistens sind damit grosse Themen wie Liebe, Beziehungen, Familie, Arbeit, Geld, Freiheit, etc. verbunden.

„Der Maulwurf ist blind, aber er gräbt in die richtige Richtung.“ Eine weit verbreitete Art, nach dem Glück zu suchen. Es ist eine Jagd, eine Verfolgung, ohne genau zu Wissen, wonach eigentlich.

Und so verliert man sich in einem unerklärlichen Gefühl von Unglücklichsein, in dem Gefühl, dass etwas fehlt, in dem Gefühl, dass das Glück irgendwo in der Nähe ist, man es nur zu fassen bekommen muss.

Auch mir passiert das hin und wieder. Dieses Verirren in einem Unglücklichsein, das theoretisch eigentlich gar keines ist.

Aber heute ist mir einmal mehr bewusst geworden, dass durch die Aneinanderreihung von vielen kleinen „Glücks“ eben ein grosser Haufen „Glück“ entsteht.

Das „grosse“ Glück, oder nicht?

Sotschi – Russkij-Kolummnijskij

15 Feb

Vor ein paar Tagen habe ich die Sportkolumne von den beiden russischstämmigen Redaktoren Anastasia und Gregory im Blick am Abend gelesen. Es geht eigentlich um Korruption. Um die Ausbeutung von Menschen. Um das Zerstören der Natur. Um die teuersten Winterspiele aller Zeiten. Darum, ob all dies zum Wohle gewisser Umstände akzeptabel ist. Und um eine etwas andere Sichtweise auf das Ganze, als wir es gewohnt sind.

Auf die Frage, was man denn in Russland von den teuersten Spielen aller Zeiten halte, antwortete eine Bekannte aus St. Petersburg: „Äh, hör doch auf. Es ist ja nicht so, dass diese 50 Milliarden – falls es nicht noch viel mehr sind – sonst dem Volk zugute gekommen wären. Vielmehr wären sie irgendwo auf Schweizer Bankkonten unserer Oligarchen verteilt worden. So haben wir wenigstens ein bisschen was davon.“ Irgendwie sinnbildlich für die emotionale Zwickmühle, in der sich die Russen in diesen Tagen befinden.

Wann immer Geld zuhauf für etwas ausgegeben wird, was in keinem Verhältnis zum Gebotenen steht und auch jeder Vernunft und Logik entbehrt, wenn dabei die Umwelt draufgeht und Menschen misshandelt werden, dann geht ein Aufschrei der Empörung durch die westliche Welt. Vielleicht in diesem Fall auch durch Russland. Zu Recht würde ich sagen.

Und doch: In der Kolumne wurde mit wenigen Worten ganz einfach eine Wahrheit auf den Punkt gebracht, die in ihrer Schlichtheit doch sehr aussagekräftig ist.

Ich glaube, über die Spiele könnte man Seiten füllen. Über Korruption auch. Indonesien ist eines der korruptesten Länder der Welt. Zum Nachteil, aber auch zum Vorteil vieler. Der Polizist in Bali, der vor Allem gerne ausländische Verkehrsteilnehmer „ausnimmt“? Von dieser Ergänzung zu seinem Lohn können seine Kinder vielleicht Studieren, was sie sonst nicht gekonnt hätten. Kim, die ihre abgelaufenen Motorradpapiere gegen einen kleinen Aufpreis bei einem Freund eines Freundes, der im Verkehrsamt arbeitet, ohne Busse und ohne stundenlange Wartezeit auf dem Amt neu ausstellen lässt?

Anyway, ich will gar nicht mehr dazu sagen, als dass die Welt ohne dieses Übel eine bessere Welt wäre, wir alle jedoch trotzdem schon in der einen oder anderen Weise davon profitiert haben.

Hoffen wir auf möglichst viele Schweizer Goldmedallien! Wenn schon, denn schon!

Geschrieben in Bali, morgens früh (um 8:00) nach einer 20-stündigen Reise, einem kleinen Ausflug ins balinesische Nachtleben und nur 4 Stunden Schlaf.

Source: www.iofp.de

Weisheit und die Kunst, Entscheidungen zu treffen…

23 Dez

So oft stehe ich an Kreuzungen und Weggabelungen in meinem Leben und muss Entscheidungen treffen. Links oder rechts? Vorwärts oder rückwärts? Oder gar stehen bleiben?

Wie oft wünsche ich mir, einfach ein Weisheitsbonbon essen zu können und dann zu wissen, was richtig oder falsch ist. Oder die Weisheits-Fee kommt mit ihrem Zauberstab und deutet in die richtige Richtung.

Weisheit. Was ist Weisheit? Wo finde ich Weisheit? Woher weiss ich, in welche Richtung ich zu gehen habe?

Eine Antwort gibt mir die Grinsekatze aus Alice im Wunderland:

Zwischen einer Weggabelung steht ein Baum, auf einem Ast sitzt die Grinsekatze. Alice, verwirrt über die Wahl der Richtung fragt: „Welchen Weg muss ich nehmen?“ Die Grinsekatze fragt zurück: „Weisst du denn, wohin du willst?“ „Nein.“ antwortet Alice. Da sagt die Grinsekatze: „Wenn du dein Ziel nicht kennst, spielt es keine Rolle, welchen Weg du nimmst. Du wirst so oder so ankommen.“

Wo ich Weisheit finde, habe ich nun auch herausgefunden:

„Vor langer Zeit überlegten die Götter, dass es sehr schlecht wäre, wenn die Menschen die Weisheit des Universums finden würden, bevor sie tatsächlich reif genug dafür wären. Also entschieden die Götter, die Weisheit des Universums so lange an einem Ort zu verstecken, wo die Menschen sie solange nicht finden würden, bis sie reif genug sein würden.

Einer der Götter schlug vor, die Weisheit auf dem höchsten Berg der Erde zu verstecken. Aber schnell erkannten die Götter, dass der Mensch bald alle Berge erklimmen würde und die Weisheit dort nicht sicher genug versteckt wäre. Ein anderer schlug vor, die Weisheit an der tiefsten Stelle im Meer zu verstecken. Aber auch dort sahen die Götter die Gefahr, dass die Menschen die Weisheit zu früh finden würden.

Dann äußerte der weiseste aller Götter seinen Vorschlag: “Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die Weisheit des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird dort erst dann danach suchen, wenn er reif genug ist, denn er muss dazu den Weg in sein Inneres gehen.”

Die anderen Götter waren von diesem Vorschlag begeistert und so versteckten sie die Weisheit des Universums im Menschen selbst.“

Fazit aus den Geschichten:

Ich nehme mir die Grinsekatze als Vorbild und vertraue darauf, dass jeder Weg, den ich wähle, der Richtige ist, denn die Weisheit in mir wird mir unbewusst immer den Schubs dahin geben, wo mich meine Schritte auch hinführen sollten.

A normal Saturday of a 30+

8 Dez

Yesterday was Saturday. Off work. A perfect day to do plenty of things. Such were my thoughts.

So I went to Surfari Fashion Store in Zurich to meet up with some friends, planned to do some candle dipping (didn’t manage) and some serious tea-rum drinking (managed 2 cups only, fortunately, I have to say).

As I was sitting on a bottle crate talking to a friend, a guy entered the shop, in desperate need of a toilet: Can I PLEEEEAAAASE use the loo? he asked in a pressed voice. Yes he could. He was gone for quiet a while. When he came back, I asked him, if he had a good time at the loo. He laughed and answered: That was a loooooooong shit. And went outside, dedicating himself to some more and very serious candle dipping.

I was delighted by his brashness and joined him outside to observe his candle making skills. Turned out he was a crazy (and very drunk), but absolutely hilarious South African dude working and living in Zurich, coming from a beer drinking marathon and actually on the way to watch a soccer game. FCZ. Or something like that. Anyway, he got caught up with the candles in between and found it fascinating.

As soon as he was done, he smiled at everyone, smiled some more, said thousands thanks and happily dashed off to pursue his original plan of watching the soccer game.

At that point I just thought: I love Zurich.

Next stop was my friends place. We planned to cook some green thai curry and then go for pre-party drinks and then go to a party nearby – called Glitter Gwitter – or freely translated into English: Glitter Storm.

We managed the dinner part, then started talking and talking and talking until it was too late for pre-party-drinks. Suddenly we both started yawning and yawning and yawning and questioned our plan to go out dancing. Really? I mean, REALLY? It was just midnight and we were talking of just going to sleep.

How old are we? Freaking young 31. What the hell? But still, we couldn’t stop yawning. The solution? We put two papers (party time or bed time) into a pot. I picked a paper and it was PARTYTIME!

So we felt ready to go out and party hard …. for exactly 5 minutes …. then the yawning started again.

Ok, we’re old. Defeated.

We talked some more and decided to go to bed in spite of the paper saying loud and clear that we should be out and about.

I left and wanted to take the night bus. Would be 30 min home. I waited. The bus came. I asked the bus driver if he drives to Bellevue. He pondered my question a few seconds and said yes. So we drove and drove and drove and Bellevue was nowhere to be seen. But Schlieren, a suburb of Zurich.

Asked the driver why he told me that he was driving to Bellevue when he was not? He just smiled and said: I do, it’s the final destination in the other direction. Relax and enjoy the free tour around Zurich.

Ahhhh, very funny. Did I already mention I was dead-tired? Well, I managed to get home with a 45 minute delay and fell asleep right away.

Woke up at 9 am. Felt very hungover. In spite of only 2 small cups of tea rum somewhen during the previous afternoon. REALLY?

Oh well, as I said, definitely getting old…

Die uneinsichtige Zeit

8 Dez

Die Zeit kriecht, steht fast still…
Warum? Weil sie nicht vergehen will.
Oder sie zerrinnt in Windeseile
Verjagt erbarmungslos gemütliche Weile.

Doch nie macht die Zeit, was man sie fragt.
Nie macht sie, was man ihr sagt.
Einfach nie.

Geschrieben in ungeduldiger Erwartung, dass der noch 2.5 Tage entfernt liegende Abflugstag nach Thailand sich endlich ein bisschen mehr beeilt und im Wissen, dass die nachfolgenden 12 Ferientage wie im Flug vergehen werden. Unaufhaltsam. Und schnell. Viel zu schnell.

P.S. zur uneinsichtigen Zeit:

Obwohl ich oben die Zeit gerade etwas in die Zange nehme, komme ich doch nicht umhin, noch ein paar Worte zur Zeit hinzuzufügen:

Wann immer ich auf meinen Reisen in Asien und Brasilien war, fand ich, die Zeit verging schnell und langsam gleichzeitig. Schnell, weil ein Tag einfach so verflog. Langsam, weil man auf (Langzeit-)reisen einfach alle Zeit der Welt hat, zu tun, wonach einem gerade ist.

Und auch langsam, weil in Asien und Brasilien immer alles mindestens dreimal länger dauert, als in der Schweiz. Und wenn man zum Beispiel was bestellt, dann wird auch mindestens die Hälfte gleich wieder vergessen und man erhält entweder nichts oder das Falsche. Aber das ist eine andere Geschichte.

Gerade dieses „alle Zeit der Welt haben um zu tun, wonach mir gerade ist“ ist für mich ein Schlüssel zu innerer Zufriedenheit. Mein Leben und meinen Tagesablauf selbst bestimmen können. Ohne Zwang. Ich könnt hier grad noch weiter philosophieren, aber das wär wieder ein anderes Thema.

In Indonesien sagt man der Zeit auch „jam karet“ – Gummizeit oder dehnbare Zeit. Das heisst ganz einfach: Nimms locker. Ob 5 Minuten oder 5 Stunden, was für eine Rolle spielt’s? Der in der westlichen Welt allgemeingültige Slogan „Zeit ist Geld“ hat in südostasiatischen Ländern keine Bedeutung.

Und wann immer ich so viel Zeit zu meiner Verfügung habe, um zu machen, wonach mir gerade ist, wird mir bewusst, wie viel Glück ich in meinem Leben habe. Wie wertvoll Zeit ist. Und ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit in meinem Leben hab, die Zeit in ihrer ganzen Vielfältigkeit zu nutzen und zu geniessen und immer wieder neu zu entdecken.

Warum sind die Züge in der Schweiz bloss immer so pünktlich?

29 Nov

Heute morgen früh bin ich ziemlich verschlafen zum Bahnhof spaziert und dann gemütlich durch die Unterführung geschlendert. Musik in den Ohren, Gedanken irgendwo, Brötchen im Mund.

Da rannte ein Typ volle Pulle an mir vorbei, gefolgt von seiner Frau mit Kinderwagen. Ah, ja, ich hörte den Zug einfahren. Besser die als ich dachte ich, und schon kam der Nächste angesprintet. Und wie der sprintete. Fragte mich, ob er’s wohl geschafft hat, müsste er eigentlich mit der Lichtgeschwindigkeit, mit der er rannte. Sein Gesichtsausdruck war dabei das Beste: Hochkonzentriert, verkniffener Mund, rote Backen und eine absolute Entschlossenheit in den Augen. Eine solche Entschlossenheit habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ist mir durch Mark und Bein, mich hats grad geschaudert. Na, besser der als ich war noch immer mein Gedanke und so ging ich noch immer gemütlich schlendernd und Brötchen essend die Treppe hoch zur Strasse.

Mein Blick streifte die Bahnhofsuhr: 8:10 Uhr. Der Zug stand noch.

Infinity or a grain of sand in the desert…

10 Nov

Sometimes, I try to understand how big the universe is. Or how vast the ocean. things like that. I try, my mind very still, just try to FEEL that incomprehensible bigness of everything. Of course, I don’t manage to understand. But I do get a (very) brief glimpse of it. It’s a very overwhelming feeling to be on the brink of understanding, you know the understanding is there, but you just can’t grab it. Same if you try to imagine „infinity“. You try not to think of any kind of a border, impossible.

One time I was surfing alone at a beach in Bali. Just me and the ocean. And as I was sitting there in the water, a storm was brewing, the sky heavy and grey, the water unruly I felt so brutally tiny, like a grain of sand in the desert. And the vastness, the weight of the water, the whole ocean pressed down on me. I lasted half an hour then that feeling just got too much to bear…

And then, sometimes, when I’m surrounded by thousands of people in the city, or when I’m walking through a deserted neighborhood, I try to imagine all those peoples lifes at once. Millions of different stories, different fates, emotions… Again, just impossible.

But I just like doing that.Image

Random conversations…

3 Nov

I eavesdropped this conversation a while ago when i was sitting in a tram in Zurich, staring out of the window. A woman behind me said to another woman sitting opposite to her: „I REALLY don’t understand WHY people have a dog when they already have a child. It’s not necessary to have a dog when you already have a child. I DON’T have children, THAT’s WHY I chose to have a dog.“ … She really meant that. That was a serious conversation.

I think, I don’t have to say anything more to that. I still can’t believe that conversation really happened… hahahaha… oh well…

500 years later…

22 Jul

A few days ago I went to the lake for a stand up paddle session. The whole building of the bath where i had my board is built on stilts, so the water is right below. Really enjoyed the session but was already late for work. Back in the locker room I grabbed my Jeans and „klooooiiinnngg“ – heard something drop on the floor and falling through the duckboards. My appartment key. Gone. Lying on the bottom of the lake. And my flatmate on holidays for three weeks. Already imagined myself sleeping under a bridge 😉 Managed to organise a spare key. How many keys must lie beside mine on the bottom of the lake already? In 500 years, when the lake has dried out and archaeologists are digging for little treasures, they will find a spot full of keys. What questions will they ask themselves? Why are there so many keys in one spot? Was it a weird tradition of the people back in the days? Nope, simple answer: Just stupid people loosing their keys due to carelessnes 😉