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Laotische Idylle: Vang Vieng

22 Dez

Der nächste Tag war in Regen ertränkt. Wir nahmen dies zum Anlass, dem Manager des Guesthouses unsere Hoffnung auf Sonnenschein für den nächsten Tag kundzutun, worauf wir die lapidare Antwort „tomorrow never comes“ erhielten. Beim Frühstücken war gute Unterhaltung durch die lustigen Japaner geboten, die schon um 9 Uhr morgens mit der ersten grossen Bierflasche den Tag eingeläutet und dann auch den ganzen Rest vom Tag dem Alkoholkonsum gewidmet haben. Die Bierflaschen wurden alsbald von einer Whiskey-Flasche abgelöst. Dazu lautes Gelächter, japanisches Palaver und ausgiebiges Kartengespiele.

Als die Himmelschleusen für eine Weile genug Wasser ausgeschüttet hatten, haben wir die Chance gepackt, trockenen Fusses ins Dorf zu gelangen. Es war nicht viel los, die Stimmung war ruhig und beschaulich, wir genossen den Frieden. Nach soviel Gemütichkeit stieg abends dann die Lust auf mehr Lärm und Aktivität. Wir gingen deshalb frohen Mutes ins Irish Pub und schlugen uns zu Live-Musik den Bauch mit leckerem (und sehr unasiatischem) Essen voll. In kürzester Zeit haben wir auch eine Menge neuer Leute kennengelernt, darunter einen verrückten Engländer, der wie 14 aussah, eine junge Dame, die mit Mutter unterwegs war und fleissig Party machte (die Mutter war echt super gut drauf), zwei eher wortkarge, jedoch humorvolle Israelis, ein gesprächiger Deutscher und eine gemütliche Bernerin. Nach ausgiebigem Feiern war die gute Mütze Schlaf redlich verdient.

Am darauffolgenden Morgen lachte die Sonne vom Himmel. Es ist erstaunlich, wie Sonne und blauer Himmel aus einem an und für sich schon schönen Ort ein leuchtend grünes Paradies zaubern. Der warme Tag verlangte geradezu nach körperlicher Aktivität und so fuhren wir mit Rädern von zweifelhafter Qualität über Holperstrassen und Waldwege Richtung Berge. Unser Ziel: Höhlen mit Indoor- und Outdoorpool. Gesucht, gefunden. Mit zwei laotischen kleinen Jungs als unsere Führer spazierten wir durch eine atemberaubende Natur. Felder, Wälder, Berge und Teiche in perfektem Zusammenspiel. Meine Augen und meine Kamera konnten nicht genug davon kriegen. Unsere Guides führten uns in den Höhlen durch enge Gänge nach unten, an den Wänden waren Kalksteinklangkörper ausgebildet, die je nachdem, wo man drauf klopfte, verschieden hohe Töne von sich gaben. Man kann es sich als eine Art Höhlenxylophon vorstellen. Am Ende des Ganges dann ein Teich. Ich traute mich rein, fühlte mich aber nicht ganz wohl, denn der Grund war tief und es ist einfach ein bisschen beängstigend, irgendwo unter der Erde im Wasser rumzuplantschen.

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Auf dem Rückweg hörten wir vertrautes Gelächter. Ah, auch die lustigen Japaner haben den Weg nach Draussen gefunden. Ich schätze mal, der vorherige Tag war genug des Bierfrönens. Auf dem Rückweg zu unseren Rädern musste ich dringend meine Blase leeren und fand ein einsames Toilettenhäuschen mitten im Feld. Irgendwie rührend, wie die WC-Schüssel einfach so da stand.

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In Vang Vieng hatte die touristische Entwicklung bis zum letzten Jahr eine ungesunde Gestalt angenommen: Als Partyhochburg bekannt strömten Massen feierwütiger Trunkenbolde in das kleine Dorf mitten in den Bergen, um Alkohol und Drogen in rauen Mengen zu konsumieren, tagsüber in berauschtem Zustand den Fluss in alten Lastwagenreifen herunterzutreiben und nachts die zahlreichen Bars unsicher zu machen. Das wilde Treiben führte zu wüsten Verletzungen wie Knochenbrüchen und zu nicht wenigen Todesfällen. Nachdem es zu einem traurigen Rekord von 30 Toten innerhalb eines Jahres kam, wurde es den örtlichen Behörden zu bunt. Anfangs letzten Jahres wurden zahlreiche Bars abgerissen oder geschlossen und eine Nachtsperre eingeführt. Vang Vieng soll nicht für unzüchtiges, lästerliches Verhalten berühmt sein, sondern für die gemütliche Atmosphäre und die seltene Schönheit der umliegenden Natur. Vang Vieng verdient tatsächlich den Namen eines aussergewöhnlich schönen Naturparadieses.

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Laotische Idylle

21 Dez

Spontan entschied ich, das vertraute Chiang Mai zu verlassen und mit Rucksack mir neue, unbekannte Pfade zu erkunden. Und zwar in Laos. Zwölf Stunden im arg gekühlten Minivan, die hartes Sitzleder, viel Geduld meinerseits und viel Flexibilität meines Magens erforderten. Hartes Sitzleder, da ich unpraktischerweise den Sitz erwischt habe, den man wegen des dahinter aufgestapelten Gepäcks nicht nach hinten lehnen konnte, Geduld, da ich den Van, statt wie angekündigt nur zu zweit mit einer ganzen Horde Engländer/innen (oder vielleicht auch Australier/innen, das kann ich nicht so genau sagen) teilen musste und Flexibilität meines Magens, da dieser während der ganzen Zeit nur mit Toast-Schinken-Käse-Sandwiches von Seven Eleven gefüttert wurde. Mangelernährung schlechthin, wenn auch leckere.

Am Zoll angekommen musste ich Dank meines Thaipasses erstens nicht anstehen und zweitens nur einen einzigen US-Dollar „Eintritt“ bezahlen – im Gegensatz zu allen anderen Touristen, die satte 31 Dollar hinblättern mussten. Da fühlte ich mich als ziemliche VIP und war (muss ich beschämt zugeben) ordentlich schadenfreudig.

Nach der Grenze wurden wir mitsamt Gepäck in ein Tuk Tuk verfrachtet und das Gepäck in wackeliger Formation auf das Dach geschnallt. Einer hatte keinen Platz mehr und musste als Trittbrettfahrer hinhalten.

In Vientiane angekommen war ich überrascht über das französisch anmutende Flair der Stadt. Da ich mich wie immer vor meiner Abreise überhaupt kein bisschen informiert habe, wusste ich auch nicht, dass Laos früher französisches Protektorat war. Auch die Leute waren unglaublich freundlich und angenehm. Die Atmosphäre war eine friedliche und erholsame. Im Salon de Thé habe ich deshalb pain au chocolat genossen und Angie kennengelernt, eine Österreicherin, die über 4’500 km mit den Moped durch Südostasien gedüst ist und sich auch vor rabiaten Polizisten nicht fürchtete, die ihr keine Quittung für Bussen ausstellen und ihren Führerausweis einziehen wollten. Ihr Durchsetzungsvermögen hat gesiegt und der Polizist musste sich ob soviel vehementer Gegenwehr geschlagen geben. Angie hat mich auch überzeugt, dass Vang Vieng das nächste lohnende Ausflugsziel sei und ich deshalb kurz entschlossen den nächsten VIP Bus dahin gebucht habe. Bis zur Abfahrt liess ich mich mit laotischer Massage von einem höchstens 18 jährigen, dünnen und mindestens einem Kopf kleineren Jungen verwöhnen. Eine gute Entscheidung, denn der VIP Bus entpuppte sich als muskelverspannender Minivan. Minivans, so meine bisherige Erfahrung, waren definitiv nicht meine bevorzugten Transportmittel was lange Distanzen anging. Minivan heisst verspannter Nacken, krummer Rücken und schmerzender Hintern.

In Vang Vieng war es schon dunkel, als ich angekommen bin. Trotz Hochsaison habe ich ein wunderschönes kleines Guesthouse gefunden. Bungalows und Zimmer eingebettet in einen tropischen Garten, ein Manager, der um keinen Spruch verlegen war, Bier und ein leckeres Nachtessen. Und eine heisse Dusche. Und ein normales bequemes Bett. Seit dem vielen Busfahren kann ich den Wert eines richtigen Bettes gar nicht mehr genug schätzen, und der Spruch „Schlafen sei überbewertet“, dazu muss ich wohl gar nichts mehr sagen. Der Himmel dachte wohl was ähnliches und öffnete seine Schleusen, um mir in lautester Lautstärke ein brausendes Regenlied zum Einschlafen zu spielen.

in love

Zwischenwelt / In between worlds

18 Dez

Mönche im orangenen Gewand
Entlang dem Strassenrand
Die Körbe für Almosen ausgestreckt
Die Hälse der Touristen weit gereckt
Die Orangenen gleichmütig
Die Menge fotowütig
Die aufdringlichen Verkäuferinnen gierig.
Die Frage nach Moral schwierig.
Alsbald die Mönche von der Dämmerung verschluckt
Ist die Welt zurück in die Realität gerückt.

Geschrieben in Laos, nachdem ich Teil des Schauspiels war, wie Mönche jeden Morgen früh ihre Tour durch die Strassen von Luang Prabang machen. Als Gebende, als Fotowütige und als Kritisierende. Beschämt, dem Drang nachgegeben zu haben, diesen Moment fotografisch verewigen zu wollen und geehrt, Zeuge dieses ehrwürdigen Zeremoniells gewesen zu sein.

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Monks in orange robes
Walk on city roads
Baskets streched out, asking for alms
Tourists craning necks, no qualms
Scholars, even minded and serene
Tourists shooting pictures, upfront mean
Pushy vendors, greedy day in and day out
Morals and ethics? A delicate subject, no doubt
The monks, soon swallowed by the morning light
Make the world change back into reality’s sight.

Written after experiencing the beautiful morning ceremony of the monks in Luang Prabang, Laos. Giving them alms myself, craning my very own neck, taking pictures and criticizing it all at the same time. Ashamed to have given in to the urgence of wanting to perpetuate those moments and highly honored to have been given the chance to witness that sacred event.

Von Herzensfreunden und Zufällen…

16 Dez

Den nächsten Tag hab ich vor Allem damit zugebracht, Leute zu besuchen, die ich kenne. Allen voran meine liebe Kyoko. Kyoko hab ich vor ein paar Jahren in Chiang Mai kennengelernt, habe sie vorletzten Sommer in Ibiza besucht, letzten Sommer hat sie mich in Bali besucht und heute treffe ich sie wieder in Chiang Mai.

Ich hab auf meinen Reisen schon so viele so tolle Leute getroffen, die seither, auch wenn die ursprüngliche Zeit, die man miteinander verbracht hat, kurz war, Herzensfreunde geblieben sind. Und wie es unter Reisenden so ist, besucht man sich gegenseitig oder trifft sich irgendwo auf der weiten Welt wieder, ob geplant oder zufällig.

Der Kreis schliesst sich immer irgendwie, die Zeit, die zwischen dem letzten und aktuellen Aufeinandertreffen vergangen ist, löst sich blitzschnell ins Nichts auf, und man ist beste Freunde wie seit eh und je. Und gerade diese Freundschaften, die so unkompliziert sind, voller gegenseitiger Zuneigung und die nicht an Zeit und Erwartungen gebunden sind, erwärmen oft mein Herz und treiben mich an, immer wieder in die weite Welt hinauszuziehen.

Wieder zurück zu Kyoko: Wir sitzen gemütlich in einem Yoga Cafe und tauschen Neuigkeiten aus, als uns ein weiteres bekanntes Gesicht begegnet. Diesmal eines, über welches wir beide nicht allzu erfreut sind. Die Kleinheit der Welt hat manchmal auch seine Nachteile. Und wie man sich über bekannte Gesichter freut, die man irgendwo im Nirgendwo überraschenderweise wieder trifft, so laufen einem auch immer wieder Leute über den Weg, die man eigentlich gar nicht mehr sehen will.

Und so frage ich mich: Zufall oder Schicksal? Wie ist es möglich, dass man zum Beispiel in einer Millionenstadt wie Bangkok in einer kleinen, lebendigen Quergasse seiner früheren besten Schulfreundin über den Weg läuft (so meiner Mutter geschehen)? Wie ist es möglich, dass man irgendwo in Brasilien an einem kleinen weissen Sandstrand dem Bruder einer Freundin aus dem Heimatdorf begegnet, den man seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hat? Wie ist es möglich, dass ich irgendwo im Süden Frankreichs genau zur gleichen Zeit in einem kleinen Restaurant was trinke, wie ein deutscher Freund, der auf Bali lebt?

Wäre man nur ein paar Minuten oder manchmal auch nur ein paar Sekunden später an der gleichen Stelle vorbeigegangen, so hätte man sich nicht getroffen. Es hätte Millionen und Abermillionen Möglichkeiten gegeben, wo man sich sonst hätte aufhalten können (die Welt ist schliesslich riesig).

Und so bleibt die Frage „Zufall oder Schicksal“ zwar auch nach vielem Nachdenken unbeantwortet, aber ich bin der Meinung, das nichts ohne Grund geschieht und dass die Leute, die ich immer wieder treffe – ob ich dies nun als positiv oder negativ empfinde – irgendwie zu meinem Leben gehören, aus welchem Grund auch immer.

Im Heimatland angekommen…

16 Dez

Endlich in Bangkok angekommen. Schnell auf die Toilette und Katzenwäsche gemacht, man will ja die feinen asiatischen Nasen nicht gerümpft sehen, wenn man an ihnen vorbeigeht. Als nächstes musste ich rausfinden, wie ich nun vom internationalen zum nationalen Flughafen komme. Meine Reisestrategie ist nämlich immer die, dass ich einen Schritt nach dem anderen mache. Hätte natürlich schon zu Hause mal googeln können, aber das war mir zuviel Aufwand. Also ging ich schnurstracks zur Information und bekam da auch gleich die Auskunft, dass es einen gratis Shuttlebus zum nationalen Flughafen gibt. Tolle Sache!

Es war so schön, einfach aus dem Fenster zu schauen und die asiatische Landschaft wieder mit eigenen Augen zu sehen. Kurz: Ich fühlte mich herrlich. Müde aber glücklich. Am nationalen Flughafen angekommen hab ich mir als erstes ein Pad Thai (thailändische gebratene Nudeln) und das Wasser einer jungen Kokosnuss gegönnt, hab Blogeinträge geschrieben und mich dann eine Stunde zu früh in die Abflughalle gesetzt. Frierend, trotz Jacke und Schal. Ein richtiger Kühlschrank war das da. Als es Zeit fürs Boarden war und ich auf das Flugfeld raustrat, war ich in Sekundenschnelle von der Sonne geschmort. Kam mir wie eine Bratwurst vor, die zu lange auf dem Grill lag. Die Mitarbeiter, die am Flugzeug herumwerkelten, hatten ihre Gesichter mit heruntergezogenen Wollmützen vermummt, die Augen nur durch schmale Sehschlitze sichtbar.

Kaum im Flieger, ich konnte es nicht glauben, hörte ich vertrautes Indonesisch hinter mir. Fühlte mich gerade wie Zuhause und genoss es, einfach ein bisschen dem Palaver der indonesischen Jungs hinter mir zuzuhören. Endlich angekommen war dringend eine Dusche notwendig. Es gibt nichts Schöneres, als sich nach einer langen Reise mindestens eine halbe Stunde unter den heissen Wasserstrahl zu stellen.

Auf dem Weg in die Innenstadt erkannte ich von meinen früheren Aufenthalten in Chiang Mai viele Strassen und Restaurants wieder. Auch dies trug dazu bei, dass ich mich sofort zu Hause fühlte. Überall Essensstände, das Wirrwarr verschiedenster Gerüche, das Durcheinander des Verkehrs auf den Strassen, Marktstände und last but not least: thailändische Popmusik. Die asiatische Vielfalt ist immer wieder aufs Neue beeindruckend.

Besonders fasziniert an diesem Abend hat mich eine Katze, die es sich an einem Stand zwischen zahlreichen Bananenstauden bequem gemacht hatte. Unbeeindruckt von all den Leuten und dem ganzen Lärm rundherum hielt sie seelenruhig ihr Schläfchen und liess sich auch von meiner Kamera in keinster Weise stören.

Viele Leute sagen, dass sie Katzen nicht mögen, weil sie so unabhängig und arrogant seien im Gegensatz zu Hunden, die dein bester Freund sind. Ich empfinde das Verhalten der Katzen jedoch als positiv. Weshalb sollte sich eine Katze dem Menschen unterordnen und ihm gegenüber loyal und anschmiegsam sein, und zwar ohne wenn und aber, so wie es ein Hund tut, wenn es nicht ihrem Wesen entspricht? Dies hat in meinen Augen nichts mit Arroganz zu tun, die Katze nimmt sich ganz einfach das Recht heraus, zu sein wie sie ist, sich selber zu genügen, sich Zuneigung zu holen, wann und wo sie will, und unabhängig zu sein, wenn sie das für richtig empfindet.

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Auf dem Weg nach Chiang Mai / On the way to Chiang Mai

12 Dez

Endlich wieder unterwegs. War auch Zeit. Hab schon mindestens zwei Monate am Stück gearbeitet und das geht einfach nicht. Das ist viel zu viel. Drum: Next station: Zürich Flughafen!

Crossing borders

Bei der Passkontrolle habe ich dem Polizisten meinen Thaipass hingestreckt, er blätterte drin rum und schaute mich dann mega misstrauisch an: „Wo ist Ihr Visa?“ „Welches Visa?“ „Ja, Ihre Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz!“ Hääää? Oh, ups, hab ihm dann meinen Schweizerpass hingestreckt und die Welt war wieder in Ordnung. Nicht zu fassen, oder? Wird man im eigenen Land der illegalen Einwanderung verdächtigt.

Ich flieg ja öfters mit Qatar Airways. Find die echt gut und krieg immer super günstige Tickets nach Bali oder Thailand. Der einzige Nachteil: Irgendwie ist das ganze in die Richtung immer sehr geruchsintensiv. Ich hoffte, dass ich dieses Mal von Schweiss und Currygerüchen verschont bleibe (das letzte Mal sass ich neben einem streng riechenden Herr). War aber nichts. Eine ganze Familie sass vor mir, die nach den Mahlzeiten der letzten drei Wochen roch. Und der Herr neben mir roch ein bisschen streng, aber nicht so krass, wie der das letzte Mal.

Nichtsdestotrotz habe ich es mir bequem gemacht und festgestellt, dass ich in der einzigen Reihe im ganzen Flieger sass, bei dem der Bildschirm bzw. das Unterhaltungsprogramm nicht funktionierte. Das liess mir die Zeit, ein ganzes Buch durchzulesen und dann den Flieger genauer unter die Lupe zu nehmen. Wollte nämlich die Sonnenblende am Fenster runterlassen und da war aber keine (vorher hatte ich schon mit dem Kopfhörer zu kämpfen, weil ich die Einstecklöcher nicht fand, mir kam da kurz der Gedanke, dass ich eventuell langsam älter werde und gewisse technische Feinheiten nicht mehr drauf habe, aber den Gedanken wollte ich dann doch nicht weiterverfolgen). Hab das Fenster nochmals von oben bis unten angeschaut. Nein, keine Sonnenblende. Dafür aber ein Knopf. Hab mal draufgedrückt. Und da haben sich doch tatsächlich die Fenster selber dunkel getönt. Wie geil ist ist das denn? Wie ein kleines Kind hab ich fleissig ein Weilchen drauf rumgedrückt um den Vorgang des heller- und dunklerwerdens voller Freude zu beobachten.

Als die Stewardessen Getränke austeilte, war ich die einzige rundherum, die Wasser nahm. Alle anderen bestellten Wein oder harten Alkohol. Vielleicht fliegen die Leute nur, damit sie gratis Alkohol kriegen?

Diesmal bin ich ein bisschen auf eine andere Art unterwegs als sonst. Mit Rucksack in 12 Tagen im Land rumdüsen. Oder so ähnlich. Plötzlich hab ich nicht mehr die Zeit, so lange an einem Ort zu verweilen, wie ich mag, und dann weiterzuziehen, wenn mir danach ist, so wie es immer auf meinen Reisen war, die mindestens 5 Monate dauern. Plötzlich bin ich in „normalen“ Ferien. Komisches Gefühl. Ich glaube, ich kann mich guten Gewissens als realitätsfremd bezeichnen, was die Dauer von Ferien betrifft.

Als ich meinen Freunden verkündet hab, dass ich wieder einmal auf Reisen geh, fragten alle, wie lange ich denn weg sei und ob ich im Januar/Februar denn schon wieder zurück sei? Die kennen mich alle schon so gut und wissen, dass ich eben immer mindestens 5 Monate unterwegs bin. Normalerweise. Immerhin haben sie mir diesmal mindestens zwei Monate zugetraut. Als ich dann ganz verzweifelt geantwortet habe, dass ich im Ganzen „nur“ 12 Tage unterwegs sein werde (ich finde das wirklich zum Verzweifeln), haben alle nur mit den Augen gerollt und gemeint: Willkommen im normalen Leben!

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English Version:

Finally, I’m off again. Was about time. Worked two months already without having holidays. What the hell. Not with me! Anyway, all went smooth, no delays, nothing. So far so good.

But then, at Zurich Airport, I showed my Thai passport at the passport control. The policeman looked at me and asked suspiciously: „Where is your Visa“? „Which Visa?“ „Your residency permit“… Ahhhhh…. Gave him my Swiss passport and all was good again. Unbelievable, isn’t it? Suspected of illegal immigration in my own country.

I frequently fly with Qatar Airways. I always get good deals for tickets to Asia. The only disadvantage: It seems that people flying in that direction always smell of curry and sweat. I hoped that this time I gonna be spared of such intense odours. Well, in front of me sat a whole family smelling of at least 3 weeks curry cooking. Anyway, it wasn’t as bad as the last time.

I made myself comfortable and noticed that my row was the only one in the whole wide plane with a malfunctioning TV screen. Well, that gave me time to read a book from start til end. And I also had plenty of time to have a good look around. I seemed to be the only one ordering water, everyone else ordered wine or other alcoholic beverages. Maybe people fly to get a drink or two for free? As the sun was a bit blinding I was looking for the sun blinds. There where none. I looked again. Nope, nothing. Just a plain window. But ah: There was a button. I was curious and pressed it – and the windows got dark automatically. What a joy. I tried it several times just to see the window darken and getting transparent again and darken again. I seem to have the impression that I’m getting old and don’t get the up to date technique anymore. Don’t want to pursue that thought any further.

I’m traveling differently this time. Suddenly, I have only 12 days and plenty of things to do instead of just taking my time to do whatever I like whenever I like. As I usually do when I’m on my months long trips. It’s a strange feeling to be on „normal“ holidays. I guess I’m a bit out of touch with reality what’s concerning holidays.

My friends wished me safe travels and asked me if I gonna be back already in February. They know me well already and would never have guessed that I’m gone for 12 days only. When I complained about that “oh my god, only 12 days” they just rolled their eyes and said: Welcome to the normal life!

The most popular word in Bali…

24 Nov

A friend of mine asked for help on facebook. He wanted to know which of the below mentioned words is the most popular in Bali these days:

A) Mahal (expensive) or B) Habis (out of stock, or, as the Indonesians say: We don’t have…)

The answers were hilarious, so many words I remember from my travels and I can tell you: You hear them a million times every day! They so reflect a big part of their culture and they’re thinking. It’s typical for Asians (I know, I’m half Asian myself). If not today, then some other time. And anyway, there’s no rush and ANYWAY, I don’t know AND ANYWAY, TOMORROW’S ANOTHER DAY! Don’t worry, be happy and take it easy.

And thus, foreigners who live and work in Bali might get a hysterical fit if they hear those words one more time unless they adopted the Asian easy going way of thinking, which by the way, can be strenuous but let’s be honest: It does good to most Westeners to let go a bit and see life from a brighter and happier side! AND TO BE MORE PATIENT! (I can say that, I never had to work with Balinese together as an employer, so I can say crap like that, hahahaha).

So, here’s a little list of words, you can see where it goes:

Tidak tahu (I don’t know)
Belum (not yet)
Mungking (maybe)
Tidak bisa (not possible, can’t do it)
Kosong (which is the same as „habis“ – out of stock)
Lupa (forgot)
Tungu Tungu (wait wait as in please be patient)
Tidak boleh (not allowed as in not possible or you can’t do it)
Maaf (sorry)
Besok (tomorrow)

Ohhhhhhh gitu (ahhhhhhh it’s like that) (accompanied by a vigorous nod of the head)

Habis pak, maaf, coba besok mungkin (It’s out of stock Sir, sorry, maybe you try it again tomorrow?)

Inspiring people I’ve met in Bali

27 Aug

There’s loads of inspiring people I’ve met in Bali – or – in one case – haven’t met at all but heard just awesome feedback. So I’d like to share those so you can meet them as well!

Teddy Sun – http://www.lightthepathyoga.com/ He’s teaching Yoga classes in the South of Bali in a very beautiful open space overlooking the Bukit. He’s also teaching personal classes. Not only is he a great teacher, he’s also just super awesome, very down to earth, very warmhearted!

Steve – http://www.baliprivateyoga.com/ He’s teaching private Yoga classes an doing Yoga retreats in Bali as well as in New Zealand. He’s a very mellow and enthusiastic person. Had super cool conversations with him. Get yourself in Yoga-shape with Steve!

Paul Dumais – A Surfer, Qi-Gong-Teacher and one of the most vibrant person I’ve ever met so far. He’s truly inspiring. Always up for some good fun and a hearty laugh! Based in Byron Bay, Australia, he lives in Bali for a few months every year. You can probably reach him through the following facebook event page to get up to date about his Qi Gong classes  (if not, just message me and I’ll send you his contact): https://www.facebook.com/events/538379716198675/

Tom Cronin – a meditation teacher – http://tomcronin.com/ He approached me in a restaurant where we were eating at the same time because he saw me in a shop the other day. Wasn’t really in the mood for talking to a stranger, but then, something about him made me go back to his table. A very good decision indeed. He’s a very caring person, full of positive energy. He’s based in Sydney, Australia but also teaches and speaks on retreats in Bali.

Rick Cowley – http://www.surflifewith.us – Never met him personally. But his a good friend of Paul Dumais (the Qi Gong Teacher) and so I found the Facebookpage and Website of Surf Life. From what I’ve heard, his retreats are life changing. He posted some photos with guest feedbacks. This is my favorite:

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Danny Clayton – A Kiwi-Girl and founder of Saltgypsy – www.saltgypsy.com Met her at a BBQ at a friend’s house. Very inspiring how she founded Saltgypsy and where the story went from there. They make awesome surfleggins and always find and write about other brands and surf peeps who have the „certain something“. Fresh, creative, BEAUTIFUL!!!

La finca – Spanish bliss and Joli – French deliciousness

27 Aug

Whenever I drove direction Kerobokan or Seminyak I passed a Restaurant still under construction called La Finca. It looked really beautiful. But I never stopped to have a look. One day, I saw that it opened and served dinner in the evenings. It looked quiet expensive so I still never stopped.

But then, one day, we discussed where to eat with friends, as we did every evening. We kind of always go to the same restaurants so I brought the Spanish one up. We decided to go and have a look (especially at the prices). We were positively surprised: A beautiful interior, attentive staff, delicious food, middle price range. We were in. And we thoroughly enjoyed the evening. Very recommendable restaurant and the owner is also super friendly, very attentive and if there is any problem: it will become a “no problem at all anymore”.

Here the website should you be in the vicinity and crave delicious Spanish Tappas: www.lafincabali.com

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Another very good restaurant in the region of Umalas is Restaurant Joli. A bit off the beaten track and not cheap, but worth going. Here the address: Jalan Bumbak, Umalas, Bali.

Indonesians or noisy mornings or noisy days in general

22 Aug

Indonesians are lovely people. Very welcoming, very open, very warm, always up for a good joke and a good laugh. Well, I actually can’t speak for the whole 250-Million-inhabitants country, but lets talk about the ones in Bali. They have a positive attitude towards life even if their life is – often – hard enough. They have a certain sparkle in their eyes, which implies and shows a joy of life seldom seen in people of western countries. They live in the now, and that’s what is important. The present.

But, if you live in a local neighbourhood, you learn that Indonesians are also very noisy people, especially early in the morning. And with early I mean latest 6 am. They start the day with a shower (which means that all water pumps around my house go off), laundry, cooking (my house smelled very onion-ish, spicy-ish and delicious every morning), repairing their motorbikes (which results in a roaring engine for at least half an hour) and many other things. They also have millions of roosters who start their noisy activities at 3 am and they don’t stop their screaming until around 9 am. The children scream and jump around and no one reprimands them.

In addition, the mosque was just right behind my house. So starting around 4 am, the muezzin called for prayer – through a loud speaker facing my house. And all the flocks of birds around started – of course with the first daylight – chirping however loud they could, competing with the roosters of course.

Luckily I have a deep sleep. So all the before-6am-noise was no problem. But then, sleeping in past 6 am was kind of a hard thing to do.

After 9 am, you couldn’t hear anything at all anymore. The most quiet neighbourhood ever. Really. It’s dead quiet then. Silent. Not a sound to hear.

But that’s Bali life and I love it!

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