Archiv | April, 2014

Flughafen, oh du holder Flughafen!

20 Apr

Gewisse Dinge ändern sich nie.

Zum Beispiel, dass ich für günstige Flugtickets immer Umwege fliegen muss (diesmal über Stuttgart, gefühlte 5 Flugminuten von Zürich entfernt, über meinen CO2-Fussabdruck will ich gar nicht nachdenken), dass ich immer viel zu früh am Flughafen bin (ich habe manchmal so unangenehme Alpträume, in denen ich aufgrund diverser Umstände erfolgreich davon abgehalten werde, rechtzeitig den Flieger zu erwischen), dass ich schon vor dem Start und bis zur Landung ins traumlose Schlafkoma falle (ohne Pillen, wohlverstanden) und dass ich die Transferzeiten dazu nutze, Blogeinträge zu schreiben. Solche Gewohnheiten haben aber auch etwas Schönes an sich, etwas heimeliges. Der Flughafen, egal welcher, wird so zu meinem Manchmal-Zuhause.

In Stuttgart sind mir die bis anhin schlecht gelauntesten Sicherheitskontrolleure untergekommen, die mir je in einem Flughafen begegnet sind. Und ich war schon in vielen Flughäfen. Die freundlich formulierte Frage der Dame hinter mir, ob sie ihren Gürtel ebenfalls ausziehen muss, wurde mit einem ruppigen „ziehen Sie erstmal Ihre Jacke aus, dann schauen wir weiter“ beantwortet, andere Passagiere wurden mit „warten Sie jetzt doch mal“ angeherrscht, dann stritt sie sich mit dem Sicherheitsmann hinter der Kontrolle, weil der anscheinend zu langsam war. Dieser stritt sich dann gleichzeitig mit seiner Mitarbeiterin über die Gründe, weshalb es nicht vorwärts geht und mit einem Passagier über den zulässigen und nicht zulässigen Inhalt seines Kulturbeutels. Die Diskussion war auch nach 10 Minuten noch immer in Gange. Streitlust pur.

Wenn ich es mir so überlege, fände ich es sowieso schrecklich, Flughafenmitarbeiter zu sein. Ständig verreisen alle irgendwohin während einem Passagier für Passagier vor Augen hält, dass man nicht zu diesen glücklichen Menschen gehört. Wo wäre da wohl die Anzeige in meinem Launenbarometer angesetzt?

Zum Glück sitze ich auf der anderen Seite des Zaunes und warte auf meinen Anschlussflug. In Palma muss ich dann noch meinen Transferbus finden, der mich 2h lang quer über die ganze Insel kutschiert und dann: Darf ich endlich wieder Sand zwischen meinen Zehen und Salz auf den Lippen spüren.

Was sind deine skurrilen, lustigen, anstrengenden oder schönen Flughafenerfahrungen?

P.S. Mein Gepäckstück kam nicht an. Bis jetzt (22:25 Uhr) habe ich mich mit dem Gedanken abfinden müssen, mit einem Paar Unterhosen, einer Jeans, einem Shirt, einem Pullover und meiner Zahnbürste ein Sport-Trainingslager überstehen zu müssen. Ich war extremst gelassen über diesen Umstand, muss ich stolz bemerken. Aber: Ende gut Alles gut. Meine Tasche wurde gefunden und wird mir morgen zugestellt. Ein Hoch auf die moderne Tracking-Technik!

P.P.S.

Und so hat es heute Abend vor meiner Haustüre ausgesehen:

Surfboattrip in Bildern: Timor, Rote, Savu, Sumba

19 Apr

HIER findest du die Fotos.

Im April letzten Jahres war es wieder einmal Zeit für ein Abenteuer. Ein Freund von mir schrieb in Facebook, dass ein Surfboattrip angesagt sei und er noch eine Truppe sucht, die mitkommt. Ich brauchte genau eine einzige Sekunde, um zu entscheiden, dass ich mit dabei war.

Wir entschieden uns für die Sama Sama vom Balicamp und für die Route Timor – Rote – Savu – Sumba.

Nur schon die Anreise war für sich ein kleines Abenteuer. Mit tonnenweise Gepäck und Brettern sind wir von Bali nach Kupang in Timor geflogen, von wo aus wir mit dem Boot losfuhren. Erster Stopp war Nembrala in Rote. Surfen im vom Sonnenaufgang geröteten Wasser. Nur wir. Lies hier, was diese ersten Tage uns so schenkten.

Die nächsten Tage waren einerseits mit beängstigenden Wellen und andererseits mit den tollsten Wellen gespickt, die ich jemals gesurft bin. Ich hatte das Glück, die schönste Insel dieser Welt bewandern zu dürfen und erlebte das Leben auf dem Boot von der schönsten Seite. Lies hier über diese wundervollen Tage.

Die letzten Tage verbrachten wir vor allem in Sumba. Nebst tollen Wellen, einsamen Stränden und einer nicht ganz erfolgreichen Wanderung durch den schlammigen Fluss und undurchdringliches Dickicht stattete ich dem Markt einen Besuch ab und war auf Süsswassersuche am Ende der Welt. Last but not least flogen wir zurück nach Bali und mussten, zumindest vorübergehend, unsere Bretter mit weinendem Herzen in Flores zurücklassen. Lies hier über diese wunderschönen, teils aber auch sehr harten Abenteuer.

Wie wir 210 Jahre alt werden können…

14 Apr

Kürzlich habe ich mich mit einer Freundin über die Lebenserwartung von Schwänen unterhalten, als wir nämlich an einem sonnigen Mittag am See sassen, Eis assen und besagten Schwänen beim turteln zuschauten.

Anscheinend kann ein Schwan etwa 30 – 50 Jahre alt werden (sagt Onkel Google).

Über die Schwäne kamen wir dann irgendwie auf den Ara zu sprechen. Der Ara. DER Papagei überhaupt. Laut, intelligent und schön. In freier Wildbahn wird der Ara „nur“ etwa 25 Jahre alt. In Gefangenschaft jedoch – und jetzt wird es spannend – bis zu 90 Jahre (vorausgesetzt, er wird artgerecht gehalten). Da mag sich einer wohl gut überlegen, ob er sich vom Papagei ÜBER-leben lassen will.

Wie auch immer:

Uns kam dann so der Gedanke, dass – wenn ein Ara in Gefangenschaft dreimal länger lebt als in freier Wildbahn – ein Mensch auch dreimal länger leben könnte, wenn er artgerecht in Gefangenschaft gehalten würde. Das heisst, wir könnten gut und gerne locker um die 210 Jahre alt werden. Mit einer so einfachen und simplen Methode. Wie sagt man so schön: Weniger ist mehr und simplify your life!

Stelle sich einer das mal vor.

Nebenbei würde natürlich die Kosmetikbranche Freude haben (die Haut mit 210 Jahren braucht bestimmt viel Pflege). Die Pharmabranche auch (ein alter Körper hat wohl immer mal wieder kleinere Zwickereien).

Mein Bleistift übrigens ebenfalls. Er hat sich nämlich  gleich dazu inspiriert gefühlt, mit der Führung meiner Hand eine kleine Zeichnung zu kreieren. Montagsmalerei.

Foto-9

 

 

 

Laos in Bildern

9 Apr

 

Bilder zu meinem Trip durch Laos findet ihr HIER.

Mit dem Bus ging es von Chiang Mai nach Vientiane, wo ich mir mit schmerzendem Hintern erst mal ein Frühstück gönnte. Nach einer weiteren (Vor-)Belohnung, nämlich einer Massage, ging es weiter nach Vang Vieng, einer ehemaligen Partymeile, nun schönstes Naturparadies. Nach ein paar Tagen reiste ich per Luxusgefährt, nämlich dem Disco-Sleeperbus, nach Luang Prabang, der Stadt mit den zwei Gesichtern, dem morgendlichen Gang der Mönche und einer eindrücklichen Umgebung. Schlussendlich ging es wieder zurück nach Chiang Mai, natürlich ebenfalls per Bus. Nach 20 Stunden wusste ich dann nun endgültig, was es wirklich heisst, sich den Hintern plattgesessen zu haben.