Die Fahrt von Luang Prabang nach Chiang Mai verlief natürlich wie immer nicht ohne Panne. Ist man sich ja mittlerweile gewohnt.
An der Grenze zu Thailand kriegte sich die Dame der Einwanderungsbehörde gar nicht mehr ein, dass ich Thai bin. Zuerst schaute sie mich zwar ziemlich missmutig an, weil ich eben Thai bin, aber kein thailändisch kann. Doch sobald ich sagte, dass mein Vater aus Ubon stammt, taute sie sofort auf und begann sogar, auf Izaan mit mir zu reden. Ha! Als ob ich das besser könnte als Thailändisch. Und dann sagte sie im Verlaufe des Gespräches sicher mindestens zehnmal: „You don’t look like a Thai“ und lachte sich halbtot dabei… Der Typ nach dem Schalter sah meinen Thaipass auch, nahm ihn mir aus der Hand, zeigte ihn seinen Kollegen, lachte ebenfalls lauthals und sagte in höchst ungläubigem und gleichzeitig sehr belustigtem Tonfall auf thailändisch, „Sie ist eine Thai! Sie ist eine Thai!“
Schön, dass ich Anlass zu so viel Heiterkeit bin.
In Chiang Mai anzukommen war wie ein nach Hause kommen. Es tat gut, bekannte Strassen zu sehen und endlich mal wieder in einem richtigen Bett zu liegen. Ich muss schon sagen, ich bin mir Rucksackreisen gar nicht gewohnt. Das ist eine äusserst anstrengende und anspruchsvolle Tätigkeit, die mir aber ausserordentlich gut gefällt.
Nach zwei schönen Tagen setzte ich mich in den Flieger nach Bangkok. Und so wie mich am ersten Tag der Shuttlebus vom internationalen zum nationalen Flughafen brachte, so brachte er mich am letzten Tag wieder zurück zum Anfangspunkt meiner Reise. Als ich am Fenster sass, mit den treibenden Tönen von Wolfman in den Ohren, schaute ich auf die weite Stadtlandschaft hinaus, liess meine Gedanken wandern und sagte ein leises „auf Wiedersehen“ zu meinem zweiten Heimatland, das mir mit jedem Besuch etwas näher ans Herz rückt…

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