Archiv | November, 2013

Warum sind die Züge in der Schweiz bloss immer so pünktlich?

29 Nov

Heute morgen früh bin ich ziemlich verschlafen zum Bahnhof spaziert und dann gemütlich durch die Unterführung geschlendert. Musik in den Ohren, Gedanken irgendwo, Brötchen im Mund.

Da rannte ein Typ volle Pulle an mir vorbei, gefolgt von seiner Frau mit Kinderwagen. Ah, ja, ich hörte den Zug einfahren. Besser die als ich dachte ich, und schon kam der Nächste angesprintet. Und wie der sprintete. Fragte mich, ob er’s wohl geschafft hat, müsste er eigentlich mit der Lichtgeschwindigkeit, mit der er rannte. Sein Gesichtsausdruck war dabei das Beste: Hochkonzentriert, verkniffener Mund, rote Backen und eine absolute Entschlossenheit in den Augen. Eine solche Entschlossenheit habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ist mir durch Mark und Bein, mich hats grad geschaudert. Na, besser der als ich war noch immer mein Gedanke und so ging ich noch immer gemütlich schlendernd und Brötchen essend die Treppe hoch zur Strasse.

Mein Blick streifte die Bahnhofsuhr: 8:10 Uhr. Der Zug stand noch.

Einfach so

28 Nov

Mein Herz treibt mich mitunter zu wunderlichen Taten
Da mag mein Kopf noch tausendmal raten
Was mich wohl zu solcher Unvernunft treibt?
Es ist das Leben, das die Geschichten schreibt.

Mein Herz lässt mich Verrücktes machen
Da mag mein Kopf noch tausendmal Lachen
Was mich wohl zu solcher Unbeschwertheit verleitet?
Es ist das Leben, das spontane Wege beschreitet.

Das Leben, kunterbunte Wundertüte.
Das Leben, farbige blühende Blüte.

Vom Träumen und Suchen

27 Nov

Das letzte Mal, als ich auf Reisen ging, hab ich von einer meiner Arbeitskolleginnen ein Gedicht gekriegt, das mich sehr berührt hat. Heute ist es mir wieder in den Sinn gekommen, während ich über meine Träume und Wünsche nachgedacht hab. Zusätzlich ist das Fernweh stark, meine Gedanken sind ständig woanders als hier, wo ich bin und wo mein Fokus auch liegen sollte…

Von Isolde Kunz:

Über ein Glück, das Du flüchtig besessen,
tröstet Erinnern, tröstet Vergessen,
tröstet die alles heilende Zeit.
Aber die Träume, die nie errungen,
nie vergessen, nie bezwungen,
nimmer verlässt Dir ihr sehnendes Leid.

Und da sind mir, wieder mal in der sonnigen Mittagspause, ein paar Worte eingefallen.

Ich.
Zürich.
Die Schweiz.
Europa.
Die Welt.
Das Universum.
Unendlichkeit.

Ich.
Klein.
Winzig.

Und doch ich.
Auf der Suche.
Nach mir.

you and me

25 Nov

you and me
are meant to be free
free together
together free

you and me
traveling and free
but linked together
together wherever

you and me
our minds so free
free to be
whatever whenever

you and me.
together.
free.

Written today by me at my lunch break in my office on a sunny winter day in Zurich. For T.T.

Gedankenreisen

24 Nov

Frei wie der Wind
Des Windes Kind
Gefangen in einem Raum
Ein Entrinnen gibt es kaum.

Durch das Schlüsselloch dringt Licht
Bin ganz erpicht
Zu Verschwinden, woanders zu Kreisen
Bin kurz weg – auf Gedankenreisen.

The most popular word in Bali…

24 Nov

A friend of mine asked for help on facebook. He wanted to know which of the below mentioned words is the most popular in Bali these days:

A) Mahal (expensive) or B) Habis (out of stock, or, as the Indonesians say: We don’t have…)

The answers were hilarious, so many words I remember from my travels and I can tell you: You hear them a million times every day! They so reflect a big part of their culture and they’re thinking. It’s typical for Asians (I know, I’m half Asian myself). If not today, then some other time. And anyway, there’s no rush and ANYWAY, I don’t know AND ANYWAY, TOMORROW’S ANOTHER DAY! Don’t worry, be happy and take it easy.

And thus, foreigners who live and work in Bali might get a hysterical fit if they hear those words one more time unless they adopted the Asian easy going way of thinking, which by the way, can be strenuous but let’s be honest: It does good to most Westeners to let go a bit and see life from a brighter and happier side! AND TO BE MORE PATIENT! (I can say that, I never had to work with Balinese together as an employer, so I can say crap like that, hahahaha).

So, here’s a little list of words, you can see where it goes:

Tidak tahu (I don’t know)
Belum (not yet)
Mungking (maybe)
Tidak bisa (not possible, can’t do it)
Kosong (which is the same as „habis“ – out of stock)
Lupa (forgot)
Tungu Tungu (wait wait as in please be patient)
Tidak boleh (not allowed as in not possible or you can’t do it)
Maaf (sorry)
Besok (tomorrow)

Ohhhhhhh gitu (ahhhhhhh it’s like that) (accompanied by a vigorous nod of the head)

Habis pak, maaf, coba besok mungkin (It’s out of stock Sir, sorry, maybe you try it again tomorrow?)

Vergangen

10 Nov

Habe dieses Gedicht kürzlich geschrieben. Nicht weil ich aktuell unter Liebeskummer leide. Aber die Worte fliessen dann, wenn sie fliessen wollen. Da hab ich nicht so einen Einfluss drauf.

Hier nun Teil eins. Im zweiten Teil (der vielleicht irgendwann auch aus meiner Feder fliesst), wird es darum gehen, wie aus verbrannter Erde wieder ein schönstes Paradies entstehen kann. Also eigentlich ein positives Gedicht.

Ein Stich im Herzen
die Seele in Schmerzen
Das Glück vergangen, zerschlagen, geschunden
Was begonnen zerronnen, weit weg verschwunden.

Stillstand Stillstand – ein Kreis ohne Ende
Ein Kampf durch raues schneidendes Gelände
Verschwitzt und gehetzt
Die Liebe in Stücke zerfetzt.

Am Boden zerschellt liegt die Welt
in Scherben, zerbrochen, zersplittert
Wie ein Baum vom Blitz getroffen
verkohlt und verwittert.

Infinity or a grain of sand in the desert…

10 Nov

Sometimes, I try to understand how big the universe is. Or how vast the ocean. things like that. I try, my mind very still, just try to FEEL that incomprehensible bigness of everything. Of course, I don’t manage to understand. But I do get a (very) brief glimpse of it. It’s a very overwhelming feeling to be on the brink of understanding, you know the understanding is there, but you just can’t grab it. Same if you try to imagine „infinity“. You try not to think of any kind of a border, impossible.

One time I was surfing alone at a beach in Bali. Just me and the ocean. And as I was sitting there in the water, a storm was brewing, the sky heavy and grey, the water unruly I felt so brutally tiny, like a grain of sand in the desert. And the vastness, the weight of the water, the whole ocean pressed down on me. I lasted half an hour then that feeling just got too much to bear…

And then, sometimes, when I’m surrounded by thousands of people in the city, or when I’m walking through a deserted neighborhood, I try to imagine all those peoples lifes at once. Millions of different stories, different fates, emotions… Again, just impossible.

But I just like doing that.Image

Random conversations…

3 Nov

I eavesdropped this conversation a while ago when i was sitting in a tram in Zurich, staring out of the window. A woman behind me said to another woman sitting opposite to her: „I REALLY don’t understand WHY people have a dog when they already have a child. It’s not necessary to have a dog when you already have a child. I DON’T have children, THAT’s WHY I chose to have a dog.“ … She really meant that. That was a serious conversation.

I think, I don’t have to say anything more to that. I still can’t believe that conversation really happened… hahahaha… oh well…

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Vergänglichkeit…

3 Nov

let me be me

Ich möchte sein wie der Wind, so wild und frei.
Ich möchte sein wie ein Sonnenstrahl, so goldig und warm.
Ich möchte sein wie ein Schmetterling, so fröhlich und leicht.
Ich möchte sein wie ein Kind, so unschuldig und rein.
Ich möchte sein wie der Morgentau, so frisch und klar.
Ein Lächeln erhellt mein Gesicht, Freude, Liebe, Freundschaft.
So viel Gutes.
Und doch bin ich wie ein Vogel im Käfig.
Sehe die Schönheit, die wunderbare Welt.
Möchte mich von Glück erfüllen lassen.
Alles erscheint so nah, so erreichbar, und doch so fern.
Ich fühle es kurz und schon zerrinnt es es wieder, wie Sand zwischen den Fingern, so vergänglich…
Und wieder schaue ich von fern, sehe all die Farben leuchten,
fern, nah, manchmal bin ich mittendrin.
Weshalb kann es nicht dauern?

(hab ich schon vor fünf Jahren geschrieben, aber irgendwie passt es grad zu heute…)